Schaufahren im Freibad Rodenbach.

Der 1. MBC Kaiserslautern lud auch in diesem Jahr wieder zu seinem Schaufahren im Freibad Rodenbach ein. Veranstaltungstage waren der 19.+20.09.26. Die Freibadsaison war zu Ende und man konnte zum campen bereits donnerstags anreisen. Was gleich gefiel, war, dass die Stellflächen für die Camper, egal ob Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil besser organisiert waren, auch wenn es donnerstags noch keinen Strom gab. Aber das wurde rechtzeitig bekannt gegeben und jeder konnte sich entsprechend richten. Freitags reisten dann noch etliche Camper an und der Platz füllte sich. Man konnte gemütlich etwas Boot fahren und dies und das ausprobieren. An jedem Abend wurden auch Schiffe mit Beleuchtung zu Wasser gelassen und in geselliger Runde geschippert. Samstag und Sonntag war dann im zweiten Becken noch Hundebaden. In diesem Jahr war da richtig was los und mancher Hund ist dann doch auch mal ausgebüchst und hat sich auch unser Treiben angesehen. Passiert ist weiter nichts, es kamen keine Hunde und keine Modelle zu schaden. Naja, fast nicht. In diesem Jahr fehlten etwa 10cm Wasser, weshalb die Wellen nicht über den Beckenrand auslaufen konnten. Sie prallten an der glatten Beckenwand ab und so waren die Wellen im Becken sehr intensiv. Einige Schiffe mussten Wassereinbruch erleiden, eins ging am Sonntag leider sogar komplett unter, konnte aber schnell wieder geborgen werden. Die U-Boote ließ das natürlich kalt. Sie drehten munter ihre Runden und das eh meist unter Wasser. Im Allgemeinen lässt sich rückblickend sagen, die Veranstaltung lief deutlich besser als im letzten Jahr und so wird der Termin für nächstes Jahr sicher wieder bei einigen fest im Plan stehen.

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Jubiläumsschaufahren IGS Pirmasens

Vom 07.-09.08.26 veranstaltete der Verein IGS Pirmasens e.V. sein Jubiläumsschaufahren. Gefeiert wurde ein halbes Jahrhundert, also 50 Jahre IGS Pirmasens e.V. Der Start fiel freitags abends um 19 Uhr mit einem Essen für alle anwesenden Vereine. Volker eröffnete den Abend und erklärte, dass es nicht nur das 50 jährige Vereinsjubiläum zu feiern gibt. Nein es war auch 10 Jahre Vorstandsarbeit von Volker und seiner Frau Petra, 35 Jahre Freundschaft mit dem Partnerverein AMF Poissy (Association de Modélisme et de Figurinistes de Poissy) und der 24. Geburtstag von Volkers Tochter Vanessa. Also genug Gründe um ordentlich zu Feiern. Einige Vereine überreichten dann noch ihre Geschenke und Glückwünsche an Volker und den Verein, dass er noch weitere Jahre bestehen bleibt. Dann gab es Essen und Freigetränke.

Als es dann dunkler wurde, trat noch eine Gruppe Bauchtänzerinnen auf. Normalerweise tanzen sie mit Kerzen und Fackeln, aber auf Grund der anhaltenden Trockenheit wurde auf LED Licht umgestellt. Eine sehr gelungene Aufführung. Danach verlief sich dann alles so langsam Richtung, Wohnwägen/Zelten.

Der Samstag startete gemütlich. Es waren immer wieder ein paar Boote auf dem Wasser zu sehen, nach und nach reisten weitere Vereine an, stellten Pavillons auf und ab 14 Uhr begann dann der offizielle Teil der Veranstaltung. Ab da ging es dann auf dem Wasser richtig zu Sache. Beim freien Fahren tümmelten sich allerhand Boote auf dem Wasser. Egal ob Schlepper, Passagierdampfer, graue Flotte- U-Boote…sogar ein ferngesteuerter Bieber und eine Ente waren zu sehen. Dann kamen die Powerboote und es wurde rasant auf dem Wasser. Egal ob mit Verbrennungsmotor oder elektrisch betrieben, zeigten sie, was in punkto Speed aufs Wasser zu bringen war. Der Starke Kontrast dazu, eine Segelregatta. Hier ging es ruhiger zu. Das Brandie, an Papierschiff, welches zu einer Feuerlöschübung angezündet wird, hatte man ebenfalls wegen der Trockenheit gestrichen und durch ein Wasserfußballtournier ersetzt. Als es dann abends wieder dunkler wurde gab es dann ein Feuerwerk ohne Feuer. Es wurde mit einem Lichterspiel ein Feuerwerk simuliert. Man muss sich halt den aktuellen Umständen anpassen, was bei der Veranstaltung auch perfekt angenommen und umgesetzt wurde.

Der Sonntag startete dann um 8 Uhr mit Frühstück für die anwesenden Vereine. Auch hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Es war alles da und auch mehr als genügend. Der Ablauf war ähnlich wie am Samstag. Es gab wieder freies Fahren, man konnte die Rennboote bestaunen, es wurde gesegelt, dann gab es noch einen Seajet-Cup und das Finale des Wasserfußballs. Luxemburg hatte gegen Deutschland gewonnen.

Das ganze Wochenende hatten wir super Wetter, die Stimmung war perfekt und es gab keinerlei Unstimmigkeiten oder Probleme, wie es sich für eine gut geplante Jubiläumsveranstaltung gehört. Also kurzum ein perfektes entspanntes Wochenende.

 

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Schaufahren Idar-Oberstein

Am 05.07.2026 veranstaltete der SMC Idar-Oberstein sein diesjähriges Schaufahren. Wir waren wieder mit einer kleinen Truppe bei der wunderschönen Veranstaltung vertreten. Hatten wir doch wenige Tage vor dem Wochenende noch Rekordtemperaturen, so waren die Temperaturen an dem Sonntag doch recht angenehm.
Es waren zahlreiche Gastvereine anwesend und es konnte mal wieder eine breite Palette des Schiffsmodellbaus gezeigt werden. Was uns sehr gefreut hat, war der Umstand, dass der Verein dieses Jahr doch eine Veranstaltung ausrichtete, nachdem letztes Jahr das Schaufahren zum Vereinsjubiläum anfänglich als einmalige Sache geplant war.
Der Verein bot eine kleine, aber sehr leckere Auswahl, an Kuchen an. Dazu natürlich auch Kaffee. Die 
Gaststätte Zur Weiher Schleife "Offene Flamme Thomas Kreis" sorgte mit ihrem Angebot für das leibliche Wohl. Es war wieder rundum eine einfache und sehr gelungene Veranstaltung, was zeigt, man muss nicht immer groß auffahren.
Ein besonderes Highlight gab es noch. Denn sowohl ein Modell des alten größten Seenotrettungskreuzers der DGzRS John T. Essberger (das Original steht im Technikmuseum Speyer) als auch das Modell des neuen größten Seenotrettungskreuzers Hermann Marwede waren im gleichen Maßstab dort. Beide Modelle auf dem Wasser zu sehen war einfach klasse und verdeutlichte nochmal ganz klar was in den Originalen an Entwicklung und know how steckt.
Wir freuen uns wieder auf das nächste Jahr.

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Ein Botter von der Zuiderzee – gebaut im Maßstab 1:20

Von Heinz Eichner                                                           

Wer in den Niederlanden am heutigen Ijsselmeer seinen Urlaub verbringt und sich in Küstenstädten wie Enkhuizen, Volendam, Hoorn auf der Westseite oder im süd-östlich von Amsterdam gelegenen Spakenburg -um nur einige zu nennen - auf die Suche nach historischen holzgebauten Schiffen macht, wird einen ganz besonderen Schiffstyp immer wieder antreffen, den Zuiderzee-Botter.

Zuiderzee war bekanntlich der Name einer im nordwestlichen Teil der heutigen Niederlande gelegenen großen Bucht zur Nordsee, bevor aus dieser in den 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch Errichtung eines mehr als 30 Kilometer langen Dammes das heutige Ijsselmeer und zusätzliches Land geschaffen wurde.

Der Zuiderzee-Botter ist ein für die damalige Küstenregion typischer Vertreter von Plattbodenschiffen, genauer gesagt ein flachbodiger, halbeingedeckter Küstensegler mit schmalen Seitenschwertern, einem Hauptmast mit Gaffelsegel, Fock -und Klüver und einem zusätzlich einsetzbaren mobilen Sprietsegel. Botter wurden für den Fischfang in den küstennahen Bereichen der Nordsee gebaut und eingesetzt, daher auch die Konstruktion als Plattbodenschiff, das bei Ebbe leicht trockenfallen konnte und das etwa in Schiffsmitte mit einer stets mit Frischwasser durchfluteten Bünn zur Aufnahme und zum Transport des Fanggutes ausgestattet war. Heute beherbergt die Bünn in der Regel den Motorantrieb, denn die Zeiten des Fischfanges sind für den Botter schon lange vorbei.

Wann in etwa die ersten Botter vor der niederländischen Küste zu beobachten waren, lässt sich nicht verlässlich sagen – es gibt Hinweise darauf, dass das bereits im 15./16. Jahrhundert der Fall gewesen sein kann. Wie für den Schiffsbau in solch früher Zeit und auch noch lange danach üblich, war - und ist auch heute noch -  Botter nicht gleich Botter; je nach Region und Bauwerft findet man Unterschiede und Abweichungen in Größe und Ausstattung. Eines aber haben alle Botter in alter holländischer Schiffsbautradition bis heute gemein:   das gesamte Erscheinungsbild des Seglers, von der Rumpfgestaltung bis zum Rigg, stellt eine äußerst gelungene Synthese von zweckbestimmtem Nutzfahrzeug und ästhetisch durchaus ansprechendem Transportmittel dar.

Das Modell wurde in rd. 2jähriger Bauzeit im Maßstab 1:20 nach einem Bauplan von J.van Beylen erstellt. Ergänzend dazu lieferte eine Baubeschreibung in gebundenem DIN A4 Format vom gleichen Autor, die mit zahlreichen handgezeichneten Details bebildert ist, wertvolle Hilfestellung.         (Genauere Angaben siehe unten)

Als Holz wurde Birnbaum - und Ebenholz für die Barkhölzer verwendet. Der Einsatz des Ebenholzes resultierte in erster Linie aus dem Bedürfnis nach Resteverwertung. Trotz einer gegenüber Schwarzfärbung durch Beize vielleicht erkennbaren optischen Aufwertung des Modells durch die Verwendung von Ebenholz würde ich bei einem nochmaligen Bau aber auf die Verwendung von diesem gerne verzichten wollen. Die doch sehr spezifischen Eigenschaften des Ebenholzes und die damit einhergehenden Bearbeitungsprobleme habe ich wohl eindeutig unterschätzt.

Das Birnbaumholz wurde nach Fertigstellung des Modells zum Teil mehrfach mit Holzbeize (Farbton goldteak) und abschließend mit seidenglänzendem Holzlack behandelt. Anker und Beschlagteile sind überwiegend aus Messing, z.T. aus Kupfer gefertigt.

 

Maßangaben zum Modell und Original:

Länge Rumpf (ohne Ruder):            63,0 cm   ( entspricht 12,60 m im Original )

Länge mit Ruder und Bugspriet:      84,5 cm   ( entspricht 16,90 m im Original )

Breite Rumpf (ohne Barkholz):        19,5 cm    ( entspricht  3,90 m im Original )

Höhe (Kiel bis Mastspitze):              69,0 cm    ( entspricht 13,80 m im Original )

 

Angaben zum Bauplan ( 3 Blatt ):

Zuiderzee-Botter von J.van Beylen / Nederlandse Vereniging van Modelbouwers / Nr.10.03.003

Angaben zur Baubeschreibung :

Zuiderzee botter -Bouwbeschrijving voor een model / scheepsmodelbouw 3   / Verfasser : J.van Beylen        Verlag : Nikabook ISBN 978-90-8616-221-5

 

Schaufahren Freibad Überherrn

Am Pfingstsonntag den 24.05.2026 startete das Freibad Überherrn in die neue Badesaison. Allerdings ohne Badebetrieb sondern mit Schiffsmodellen und gutem Essen. Wie in den vergangenen Jahren richtete die DLRG zusammen mit uns ein kleines Fest zur Saisoneröffnung aus. Der Eintritt ins Bad war frei. Die Jungs und Mädels der DLRG sorgten in bester Stimmung für das leibliche Wohl sowie an dem Tag dringend benötigte Schattenplätze. Wir vom SMC Dillingen luden zu der Veranstaltung auch wieder andere Modellbauvereine ein. Leider hat sich in diesem Jahr die Veranstaltung mit dem Schaufahren in Oberursel überschnitten. Dennoch konnten wir Mitglieder der Modellsegelfreunde-Saar, der Schiffsmodellbaufreunde Bonn, des 1. Modellbauclubs Kaiserslautern, des Schiffsmodellbauclubs Trier sowie der IG Flug und Schiff aus Bitburg begrüßen.
Dass die Vereine alle zum wiederholten male die Reise auf sich nahmen freut uns sehr, denn das zeigt, dass das Veranstaltungskonzept ankommt. Mit insgesamt rund 40 Teilnehmern wurde bei bestem, fast zu gutem Wetter, dann alle Arten und Sparten des Schiffsmodellbaus auf dem Wasser präsentiert. Mit knapp 2,5m Länge war das amerikanische Schlachtschiff Missouri von einem Modellbaufreund aus Bitburg das größte Modell in diesem Jahr. Aber auch Segelschiffe, angetrieben nur durch Wind, waren wieder zahlreich zu bestaunen. Jeder brachte sein Modell zu Wasser, egal ob groß oder klein, ob Rennboot, Frachter, Sportboot, Yacht, Polizei... Ganz besonders freut das klare Wasser die U-Bootfahrer, wenn man die U-Bootmodelle unter Wasser gezielt steuern kann. Auch die Kinder kamen wieder zum Zuge und konnten sich an ausgewählten Modellen im steuern der ferngesteuerten Boote versuchen, natürlich unter professioneller Hilfe. Da geht auch ein besonderer Dank an den SMC Trier, der uns dort tatkräftig unterstütze.
Wir freuen uns auf jeden fall wieder auf das nächste Jahr und hoffen euch wieder zu unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

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